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INTERVIEW MIT GOTT

(Verfasser Unbekannt)
Mir träumte, ich hätte ein Interview mit Gott.
„Du willst also ein Interview mit mir machen?“ fragte mich Gott. „Wenn du Zeit hast, lieber Gott, gerne“, sagte ich. Gott lachte: „Weißt du, meine Zeit ist die Ewigkeit. Also schieß los!“ Und ich fragte: „Was verwundert dich am meisten, Gott, wenn du die Menschen betrachtest?“ Und Gott antwortete: „Was mich am meisten verwundert, ist, dass sie Langeweile empfinden in ihrer Kindheit. Dann beeilen sie sich erwachsen zu werden, und dann sehnen sie sich wieder danach, Kinder zu sein. Auch wundert mich, dass sie ihre Gesundheit opfern, um Geld zu machen, und dann ihr Geld opfern, um ihre Gesundheit wieder herzustellen. Wundern tut es mich auch, dass sie vor lauter Planen für die Zukunft die Gegenwart vergessen. Und so leben sie weder in der Gegenwart noch in der Zukunft. Und dass sie leben, als bräuchten sie niemals zu sterben. Und dass sie dann sterben, als hätten sie niemals gelebt.“
Dann nahm Gott meine Hände in die seinen, und nach einer Weile im Schweigen fragte ich erneut: „Was sind die Lehren, die du deinen Kindern gerne mitgeben möchtest?“ Und wieder antwortete Gott mit einem Lächeln: „Lernen sollten sie, dass man niemand zwingen kann, einen zu lieben. Aber dass man etwas tun kann, um liebenswert zu sein. Lernen sollten sie, dass das Wichtigste nicht ist, was man hat, sondern wen man hat in seinem Leben. Zu lernen, dass nicht der reich ist, der viel hat, sondern wer wenig braucht. Lernen, dass es nur Sekunden dauert, um tiefe Wunden zu schlagen, auch den Menschen, die uns etwas bedeuten. Und dass es Jahre braucht, um sie zu heilen. Zu lernen, was Vergebung bedeutet und sie zu üben. Und dass es nicht genug ist, dass einem vergeben wird von anderen, sondern dass man auch selber verzeihen und vergeben muss.
Und noch etwas sollten sie lernen, meine Menschen: dass ich immer da bin.

Es stimmt mich nachdenklich! Haben wir einiges davon gelernt?